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05.10.2016 – Pressemitteilung Bistum Limburg

Im Zeichen der Barmherzigkeit

Diözesanwallfahrt der KAB Limburg nach Marienthal

In seiner Ansprache begrüßte Winfried Oster, erster stellvertretender Diözesanvorsitzender der KAB, alle Teilnehmer der Wallfahrt. (Foto: Martin Mohr/ KAB)

MARIENTHAL/LIMBURG. - Am 1. Oktober sind mehr als 150 Mitglieder und Freunde der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Limburg der Einladung zur Diözesanwallfahrt der KAB zum Kloster Marienthal in den Rheingau gefolgt. Das Motto der Wallfahrt war gleichzeitig auch das Motto des Heiligen Jahres: Barmherzigkeit.

Barmherzigkeit als zwischenmenschliche Haltung

Winfried Oster, erster stellvertretender Diözesanvorsitzender und Bezirksvorsitzender der KAB Limburg, stellte in seiner Ansprache die Barmherzigkeit als zwischenmenschliche Haltung heraus, die immer wieder Versöhnung und die Neuaufnahme von Beziehungen hervorbringe und stetige Aufgabe sein müsse. Unter diesem Zeichen durchschritten die Pilger die Pforte der Barmherzigkeit in die Wallfahrtskirche hinein, in der sie einen gemeinsamen Gottesdienst feierten.

Die KAB habe seit ihrer Gründung vor über 160 Jahren als Arbeiterbewegung Werke der Barmherzigkeit geübt, sagte Diözesanpräses Pfarrer Walter Henkes in seiner Predigt. Barmherzigkeit bedeute für die KAB, aus dem Glauben für Gerechtigkeit einzutreten, den Sozialstaat heute auszubauen und Strukturen des guten sozialen Miteinanders, des Gemeinwohls und der weltweiten Solidarität einzufordern.

Flüchtlinge zwischen den Welten

Am Nachmittag befassten sich die Teilnehmer mit der "Wanderfriedenskerze", die zuvor im Gottesdienst entzündet wurde, und ihrer Botschaft. Sie war von Karin Seck, der geistlichen Begleiterin des KAB-Beziksverbandes, künstlerisch gestaltet worden und bildet das diesjährige Aktionsmotto "Zwischen Welten - Gedenken an vergessene Menschen auf der Flucht" ab. Auf der Kerze sieht man Menschen vor einem schier unüberwindbaren Zaun, dahinter dann ein goldenes Kalb. "Flüchtlinge müssen für lange Zeit zwischen den Welten verharren: in Lagern, in illegalen Wohnungen, im Freien. Ohne Sicherheit und Rechte, ohne Hab und Gut, mit nichts mehr als dem Blick auf eine bessere Zukunft und Asyl in einem sicheren Land", erklärte Seck.

Ein Orientierungspapier zur Barmherzigkeit

In der anschließenden Begegnung der Wallfahrer hielt KAB-Diözesansekretär Martin Mohr ein Impulsreferat zum Thema "Seid barmherzig - das Recht ströme wie Wasser". Mohr stellte den Entwurf eines Orientierungspapiers des Sozialpolitischen Arbeitskreises des Bistums Limburg zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit vor, an dem er mitgearbeitet hat und das Erkenntnisse zur öffentlichen Dimension des Prinzips Barmherzigkeit zusammenfassen soll. Auch hier liege der Fokus auf der Bereitschaft, Flüchtlinge bei uns aufzunehmen und ihnen neue Lebensperspektiven zu eröffnen. "Barmherzigkeit erfordert aber auch, fortlaufend die ausgrenzenden Wirkungen unseres Lebensstils im Blick zu behalten", so Mohr.

Darüber hinaus überreichten die Teilnehmer der Wallfahrt den Patres eine Spende in Höhe von 271 Euro zum Unterhalt der Wallfahrtsstätte. (pm/fes)

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