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22.11.2016

Barmherzigkeit konkret leben

Kolpingsfamilien im Rheingau befassen sich mit "Werken der Barmherzigkeit"

RHEINGAU.- Ein Besuch im Vinzenzstift in Aulhausen, Unwettergeschädigte unterstützen, Projektarbeit mit Jugendlichen: Die Kolpingfamilie im Rheingau hat sich anlässlich des Jahres der Barmherzigkeit mit den sieben geistlichen und sieben leiblichen Werken der Barmherzigkeit beschäftigt. Präsens Pfarrer Michael Pauly hatte bei eine Bezirksversammlung des Verbandes im März dazu angeregt, sich dem Thema zu widmen und Aktionen durchzuführen.

Die Kolpingfamilie (KF) Rüdesheim befasste sich bei einem Bildungsabend mit Pfr. Marcus Fischer mit allen Werken der Barmherzigkeit. Zu jedem Thema wurde ein Impulstext vorgetragen, anschließend gab man Beispiele, welche Gruppe/Institution im Rheingau die einzelnen Themen besetzt, so wurden beispielsweise die Flüchtlingshilfe, die "grünen Damen" des St.-Josef-Hospitals, die Rheingauer Caritas-Tische als auch die katholische Erwachsenenbildung genannt.

Die KF Lorch wählte das Werk "Almosen geben". Nachdem es in der Region um Lorch im Frühjahr ein Unwetter gab, hatte man sich entschlossen, den geschädigten Bewohnern in ihrer Notsituation zu helfen. Da diese Schäden weitgehend durch Versicherungen abgedeckt waren und niemand existentiell betroffen war, spendete man den Erlös der Freiwilligen Feuerwehr Lorch.

Die KF Winkel engagiert sich seit vielen Jahren für eine Vielzahl von sozialen und 'barmherzigen' Projekten. Im Rahmen der Aktion 'Barmherzigkeit' hat man sich für einen Besuch des Vinzenz Stiftes in Aulhausen entschlossen. Dort hat man mit benachteiligten Menschen, deren Betreuer, Pfleger und Angehörigen das diesjährige Erntedankfest gefeiert und Kuchen bereitgestellt.

Obdachlose beherbergen - das war Thema der KF Oestrich, nachdem ein Mitglied in einem Frauenhaus beschäftigt war. Es gab zunächst einen Vortragsabend über diese Einrichtung in Wiesbaden. Frauen, die aus der häuslichen Gewalt ihres Partners fliehen, können dort Obdach finden. Für Frauen, die einen Eigenanteil leisten müssen, aber keine Sozialhilfe erhalten, wurde eine Spendenaktion integriert. Es wurden beispielsweise Topflappen in Hausform gehäkelt, kleine Schachteln in Hausform von den Kolpingkids bemalt, Schlüsselanhänger aus Holz in Hausform hergestellt usw. Diese Dinge konnten gegen eine Spende erworben werden.

Die KF Kiedrich hatte unter dem Motto "Kranke besuchen" einen Nachmittag für fünfzehn Bewohner des St. Valentinushauses organisiert. Gemeinsam besuchte man die Kirche "St. Valentinus, eine "Basilika Minor".

Angenehm überrascht waren die Teilnehmer noch von einem Gast aus Kamerun: Claris Nkfunji: Sie war 2013 für ein Jahr als Freiwillige in Deutschland gewesen und hatte hier die Kolpingarbeit kennengelernt. Die Idee hatte sie begeistert. Nun macht sie mit Jugendlichen Projektarbeit, z. B. ein Gemüsefeld, dass die Jugendlichen gemeinschaftlich bebauen. Weiter berichtete sie noch über den Aufbau von Jungkolpinggruppen in Kumbo (Kamerun), dem Partnerbistum des Bistums Limburg.(pm/clm)